Wenn der Alltag ausfällt: THW zeigt, wie Vorsorge funktioniert
Was passiert, wenn plötzlich der Strom weg ist, Kommunikationswege ausfallen oder eine außergewöhnliche Lage den gewohnten Alltag auf den Kopf stellt? Und vor allem: Was kann jeder selbst tun, um vorbereitet zu sein?
Antworten darauf gibt der Technische Hilfswerk Ortsverband Hildesheim beim zweiten Informationsabend zu Vorsorge und Krisenschutz in Sottrum. Gemeinsam mit der Gemeinde Holle und der Gemeindefeuerwehr Holle lädt das THW am 10. September 2026 um 17:00 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Sottrum ein.
Nach der ersten Veranstaltung dieser Art rückt auch beim zweiten Abend die persönliche Krisenvorsorge in den Mittelpunkt. Die Einsatzkräfte des THW geben einen praxisnahen Einblick in mögliche Gefahrenlagen und zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger ihre eigene Handlungsfähigkeit stärken können.
Denn außergewöhnliche Situationen haben viele Gesichter: Pandemien, großflächige Stromausfälle, extreme Wetterereignisse, Sabotageakte, Cyberangriffe oder Szenarien des Zivilschutzes können gewohnte Abläufe innerhalb kurzer Zeit unterbrechen. Professionelle Einsatzkräfte sind dann gefordert – gleichzeitig kommt es gerade in den ersten Stunden und Tagen auch auf die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung an.
Wie lange kann ich mich selbst versorgen? Was brauche ich, wenn Strom, Heizung oder Kommunikation ausfallen? Wie verhalte ich mich bei einer Evakuierung? Und was bedeuten Sirenensignale oder Warnmeldungen über Rundfunk und Apps wie NINA konkret für mich?
Das THW greift diese Fragen in einer anschaulichen Präsentation auf. Statt abstrakter Krisenszenarien stehen konkrete Beispiele und alltagstaugliche Empfehlungen im Vordergrund. Die THW-Einsatzkräfte erklären, worauf es bei guter Vorbereitung ankommt, welche einfachen Maßnahmen einen Unterschied machen können und wie sich Unsicherheit im Ernstfall durch Wissen und Vorbereitung reduzieren lässt.
Dabei lautet die Botschaft: Vorsorge muss weder kompliziert noch außergewöhnlich sein. Wer sich rechtzeitig mit möglichen Situationen beschäftigt und einige grundlegende Vorbereitungen trifft, kann im Krisenfall besonnener reagieren und zugleich Einsatz- und Hilfsorganisationen entlasten.
Ergänzt wird der Vortrag des THW durch die Gemeindefeuerwehr Holle. Sie richtet den Blick gezielt auf die Gemeinde, informiert über bestehende Strukturen und Maßnahmen vor Ort und zeigt, wo kommunale Vorsorge und persönliche Eigeninitiative ineinandergreifen.
Praktisches Wissen gibt es schließlich auch zum Mitnehmen: Alle Teilnehmenden erhalten den offiziellen Ratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als kompakten Leitfaden für die eigene Notfallvorsorge.
Der zweite Informationsabend macht damit aus einer großen Frage viele konkrete Antworten: Was kann ich selbst tun, bevor Hilfe notwendig wird? Das THW zeigt, wie Vorsorge im Alltag funktioniert – verständlich, sachlich und mit direktem Nutzen für den Ernstfall.
Donnerstag, 10. September 2026, 17:00 Uhr, DGH Sottrum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.