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07.07.2026

Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Holle

Bis zum Jahr 2045 soll die Wärmeversorgung in Deutschland klimaneutral sein, in Niedersachsen sogar schon 2040. Um dieses Ziel zu erreichen, sind auch ländliche Kommunen gesetzlich dazu verpflichtet, eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) zu erstellen. Die Gemeinde Holle hat ihre Hausaufgaben gemacht und präsentiert nun die Ergebnisse der detaillierten Bestands- und Potenzialanalyse.

Im Bestand dominieren heute fossile Heizungen und Gebäude mit mittleren bis hohen Energieverbräuchen. Die Kommunale Wärmeplanung zeigt: In ländlich geprägten Bereichen sind flächendeckende Wärmenetze aufgrund geringer Wärmedichte und hoher Infrastrukturkosten häufig wirtschaftlich schwer darstellbar. Im Zielbild werden daher überwiegend individuelle, erneuerbare Lösungen erwartet – vor allem Wärmepumpen.

Die Gemeinde Holle hat dazu die Firma FEV Europe GmbH beauftragt, im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung die Gemeinde zu untersuchen.

Ziel: Klimaneutrale Wärme für die Region
Die kommunale Wärmeplanung zeigt, wie die Gemeinde Holle Schritt für Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung gehen kann. Das Ergebnis der Untersuchungen ist eindeutig: Für den Großteil der Gebäude erscheint die Wärmepumpe nach den Untersuchungsergebnissen als naheliegende wirtschaftliche und klimafreundliche Lösung.

In einigen Ortsteilen gibt es jeweils einen kleinen Teilbereich (meist ein Quartier oder Straßenzug) in dem eine zentrale Wärmeversorgung laut Untersuchungsergebnissen denkbar ist. Das könnte zum Beispiel eine große Wärmepumpe oder eine andere externe Wärmequelle sein. Aufgabe der Gemeinde ist es nun, diese Vorschläge genauer zu prüfen. Möglicherweise betroffene Gebäudeeigentümer sollten die Ergebnisse dieser Prüfung abwarten, und erst dann entscheiden, wie sie langfristig heizen werden.

Warum Wärmepumpen die Zukunft sind
Ab 2028 wird der CO₂-Preis im europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr ansteigen. Das bedeutet: Jede Kilowattstunde Gas verursacht zusätzliche Kosten. Gleichzeitig steigen die Netzentgelte, weil sich die Fixkosten der Gasnetze auf immer weniger Nutzer verteilen.

Auch der Einsatz von Wasserstoff wird nach aktuellem Stand voraussichtlich zu teuer bleiben. Für viele Haushalte heißt das: fossile Heizungen verursachen künftig deutlich höhere Betriebskosten.

Wärmepumpen sind heute praxistauglich. Moderne Wärmepumpen funktionieren inzwischen zuverlässig auch in Bestandsgebäuden. Der Netzbetreiber Avacon hat bestätigt, dass der Anschluss von Wärmepumpen in der Gemeinde Holle grundsätzlich möglich ist. Damit bestehen gute Voraussetzungen, Wärmepumpen künftig verstärkt als dezentrale Heizlösung einzusetzen.

Durch die Bundesförderung können die Investitionskosten für Wärmepumpen deutlich reduziert werden. Der wirtschaftliche Vorteil gegenüber einer neuen Gasheizung ergibt sich langfristig vor allem über niedrigere Betriebskosten und die geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Fazit
Die kommunale Wärmeplanung zeigt: Flächendeckende Wärmenetze sind in der Gemeinde Holle aufgrund der ländlichen Struktur häufig wirtschaftlich schwer darstellbar. Einzelne Teilbereiche sollen jedoch weiter geprüft werden. Für die meisten Gebäude ist aus heutiger Sicht eine dezentrale erneuerbare Lösung, insbesondere die Wärmepumpe, die naheliegende Option.

Informieren & beraten lassen:

  • „Gebäude - Energieberatung der Verbraucherzentrale“
    06.10.2026, 17:00 – 19:00 Uhr, Rathaus, Am Thie 1, 31188 Holle.
    Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten, per Telefon 05062/9084-426 oder per E-Mail krupp@holle.de.
  • „Wärmepumpe im Bestandsgebäude - ein Erfahrungsaustausch“
    22.09.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, DGH Sottrum, Triftstraße 9, 31188 Holle OT Sottrum.
    Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten, per Telefon 05062/9084-426 oder per E-Mail krupp@holle.de.

  • Bezüglich eines allgemeinen Beratungstermins wenden Sie sich bitte an die Klimaschutz Agentur Hildesheim per Telefon 05121-309-2777 oder per E-Mail info@klimaschutzagentur-hildesheim.de.