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16.10.2018

Rückschnitt von Bewuchs auf privaten Flächen

Anpflanzungen beleben und verschönern das Ortsbild und tragen zur Verbesserung der Lebensräume für Mensch und Tier bei. Durch Anpflanzungen können aber auch
Gefahrensituationen hervorgerufen werden, insbesondere wenn der öffentliche Verkehrsraum hierdurch beeinträchtigt wird.

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit müssen Personen und Fahrzeuge den öffentlichen Verkehrsraum ungehindert nutzen können.

Öffentlicher Verkehrsraum sind die eigentliche Fahrbahn sowie die Geh- und Radwege.
Hier hineinragender Bewuchs kann eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer darstellen, u.a. auch dann, wenn bspw. Fußgänger oder Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Anpflanzungen sind im Interesse der Verkehrssicherheit entsprechend zurückzuschneiden (Verkehrssicherungsschnitt).

Auch Verkehrszeichen dürfen durch Bewuchs nicht verdeckt werden.
Anpflanzungen sind so zurückzuschneiden, dass Verkehrsteilnehmer jederzeit aus mehreren Metern Entfernung die Verkehrszeichen rechtzeitig wahrnehmen können.

Gleiches gilt für die Straßenbeleuchtung. Diese ist oftmals durch Äste und Blätter verdeckt, so dass die eigentliche Leuchtkraft auf Fahrbahnen sowie Fuß- und Radwegen nicht mehr gegeben ist. Auch hier sind Bäume und Sträucher so zurückzuschneiden, dass eine Beeinträchtigung der Leuchtkraft vermieden wird.

Folgende lichte Räume (Lichtraumprofil) sind ganzjährig von Bewuchs freizuhalten:

Bäume über der Fahrbahn in einer Höhe von 4,50 m (siehe Beispiel a)
Bäume über Geh- und Radwegen in einer Höhe von 2,50 m (siehe Beispiel b)
Büsche, Hecken usw. über Geh- und Radwegen in voller Höhe (siehe Beispiel c)
bei der Straßenbeleuchtung in voller Höhe bis zum Lichtpunkt - Oberkante der Leuchte (siehe Beispiel d)
bei Verkehrszeichen, Straßennamenschildern und amtlichen Hinweisschildern in voller Höhe bis 20 cm über Oberkante des jeweiligen Schildes