Wenn Sie anzeigepflichtige Tierversuche durchführen möchten, muss die Anzeige 20 Arbeitstage vor Versuchsbeginn beim LAVES eingegangen sein. Mit der Durchführung des Versuchsvorhabens darf nicht vor Ablauf von 20 Arbeitstagen ab Eingang einer vollständigen (!) Anzeige beim LAVES begonnen werden, es sei denn, das LAVES hat zuvor mitgeteilt, dass gegen die Durchführung keine Einwände bestehen.
Tierversuche sind Eingriffe oder Behandlungen
Wenn Sie Tierversuche durchführen möchten, müssen Sie dies vor Versuchsbeginn bei der zuständigen Stelle anzeigen. Zu Tierversuchen zählen u.a. Eingriffe und Behandlungen zu Versuchszwecken an Tieren, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Tiere verbunden sein können.
Nachdem Sie die erforderlichen Unterlagen beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eingereicht haben, werden diese auf formale Vollständigkeit geprüft. Ihnen wird eine formale Eingangsbestätigung übermittelt. Sollten Rückfragen/Beanstandungen entstehen, werden Sie aufgefordert, hierzu schriftlich Stellung zu nehmen, bevor eine abschließende Entscheidung getroffen wird.
In Niedersachsen ist das Dezernat 33 des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) für die Anzeige des Tierschutzbeauftragten zuständig.
Die umfangreichen Voraussetzungen sind im § 8a i.V.m. §§ 8 Abs. 2 ff. Tierschutzgesetz in Verbindung mit der Tierschutz-Versuchstierverordnung aufgeführt.
Zudem benötigen Sie vor Aufnahme Ihrer Tätigkeit mit Tierversuchen eine/n Tierschutzbeauftragte/n. Diese/n können Sie über das dafür vorgesehene Formular beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) anzeigen.
Sie dürfen erst nach der Bestellung eines Tierschutzbeauftragten und nach Ablauf von 20 Arbeitstagen ab Eingang einer vollständigen Anzeige beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Ihre Tätigkeit aufnehmen.
Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit muss Ihnen 20 Arbeitstage nach Eingang der vollständigen Anzeige eine Entscheidung mitteilen. Die Anzeige muss den Anforderungen des § 36 Tierschutz-Versuchstierverordnung entsprechen.
Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage erhoben werden. Die Klage ist schriftlich beim zuständigen Verwaltungsgericht oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle dieses Gerichtes einzulegen.
Die Klage kann auch mit qualifizierter elektronischer Signatur durch Zuleitung über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) des Gerichts erhoben werden.
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
nicht angegeben
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