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Erfrischender Gesang erfreut Publikum 13.09.2010


Holle (hs). Alle zwei Jahre steht beim Männergesangverein (MGV) Sottrum das Gutshofsingen auf der Schlossanlage Henneckenrode auf dem Terminplan. So auch diesmal, allerdings wegen des widrigen Wetters nicht auf dem Außengelände, sondern in der Sporthalle der Kinder- und Jugendhilfe. Das tat dem Programm mit über 100 Sängern und Instrumentalisten des Bläsercorps Hackenstedt keinen Abbruch. Anderthalb Stunden erfüllten Bläserklänge und Gesang die Luft. „Heute wollen wir unsere Talente, unsere Gefühle und emotionale Ausbrüche einfach freien Lauf lassen“, begrüßte der MGV-Vorsitzender Olaf Kopatzki die Aktiven und Besucher.

In der Musik zeige sich Leid, Glück und Zufriedenheit gleichermaßen, fügte er hinzu. Dann dankte er von der Kinder- und Jugendpflege Wolfgang Linke-Jahnel und Christel Zielke, Gutspächter Wilhelm Krüger und Tontechniker Ferdinand Reuter, die es möglich machten, die Veranstaltung auf dem Gelände auszurichten. Besonders willkommen hieß er die Musikschule Henneckenrode, die in der alten Mühle ihr Domizil hat, den Holler Kinderchor „Ohrwürmer“, den MGV Cäcilia Dingelbe und die Hackenstedter Nachwuchsbläser, die zum ersten Mal dabei waren.

Die Dingelber Sänger um Karl-Heinz Sebrecht, die in Seemannskluft, mit roten Halstüchern und Prinz-Heinrich-Mützen auftraten, mussten das Publikum erst gar nicht auffordern, mitzusingen. Die Musikschule empfing den Beifall für „You have got a friend“, und die „Ohrwürmer“ mit Tanja Jacobi stimmten mit „So ein schöner Tag“ ein. Zielke ließ ihren Schlosschor „Rot sind die Rosen“ singen. Den Auftakt machte der Sottrumer Chor mit Dirigent Henning Giesemann, der das italienische Gedenklied an die Vesuv-Seilbahn, „Funiculi, Funicula“, einstudiert hatte. MGV-Chronist Heinz D’Alvise sagte die Titel an.

Als die letzten Töne von „Londonderry Air“ (Nordirlands Nationalhymne) mit dem Hacken-stedter Jugendorchester, das Moritz Sukop leitet, verklungen waren, applaudierten die Zuhörer kräftig. Hier half der Vorsitzende des Bläsercorps, Friedrich Dürkop, beim Nachwuchs mit aus. Anschließend gehörte den Sängern die Aufmerksamkeit. Das waren der MGV Mahlum sowie und Lieselotte Lerch mit dem Frauenchor Sillium und dem Holler Kirchenchor. Alexander Sawatzki dirigierte den MGV Grasdorf und die Grasdorfer Sängerinnen.

Einen überwältigenden Schlusspunkt setzten gemeinsam die Männerchöre aus Grasdorf, Hackenstedt und Sottrum sowie die Nachwuchsbläser mit Verdis „Gefangenenchor aus Nabucco“. Joachim Hartz dirigierte die über 40 Sänger und 20 Bläser im Einklang. Das taten die Chöre schon im vergangenen Jahr beim Herbstkonzert des Bläsercorps in der großen Holler Sporthalle. Da war das Publikum so aus dem Häuschen, dass es in der Pause die Wiederholung dieses Stücks im zweiten Teil forderte, was auch geschah. In Henneckenrode meinte ein schwer begeisterter Besucher: „Donnerwetter, eben schwang sogar der Hallenboden mit!“