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(Holle) Als separate Einrichtung im Kindergarten (Kiga) Hackenstedt gibt es in der Gemeinde Holle nach Grasdorf nun eine zweite Krippe. Nach rund halbjähriger Planungs- und Bauphase ist sie jetzt offiziell eingeweiht worden. 115.000 Euro kostete die bauliche Veränderung des Gebäudes, das Tür an Tür mit dem Kiga verbunden ist.

„Damit haben wir jetzt in Hackenstedt ein Haus für Kinder“, sagte die Gemeindeamtsrätin Martina Schäfer, die sich im Rathaus um die Planungen kümmerte. Die Krippe ist für zwölf bis 15 Kinder bis zu drei Jahren konzipiert. „Meist kommen die Kleinen nach der Elternzeit, also nach einem Jahr. In Ausnahmefällen können es auch jüngere Kinder sein“, so Schäfer. Mit neun Kindern ist die Krippe bereits gut ausgelastet. Im Januar 2010 sollen weitere hinzukommen, so die Gemeindeamtsrätin. Die Kleinen werden von den pädagogischen Mitarbeiterinnen Jennifer Carganico (Leiterin), Amelie Kahle und Martina Schünemann betreut.

Nach intensiven Planungsgesprächen, in denen es darum ging, die Vorgaben des Landes zu erfüllen, sei der Bau dann zügig vorangegangen, sagte Schäfer. Im Sanitärbereich mussten kleine Toiletten, ein niedriges Waschbecken eingerichtet und ein Wickeltisch beschafft werden. Auch ein getrennter Ruhebereich gehört zu den Auflagen der Landesbehörde. Der Aufenthaltsraum mit kleinen Tischen, Stühlen und Spielsachen sei großzügig bemessen, bestätigte die Rathausmitarbeiterin. Ferner erwähnte sie, dass die Personalkosten von der Gemeinde und vom Land übernommen werden.

Bei der Einweihung bedauerte Bürgermeister Klaus Huchthausen, dass die Zuschüsse des Bundes und des Landes (95.000 Euro) noch nicht geflossen seien, sodass die Gemeinde in Vorlage gehen musste. Er sei aber zuversichtlich, dass es bald Geld geben werde. In Sachen Krippe sei Holle im Kreis Vorreiter, weil der derzeitige Bedarf voll abgedeckt sei. Die Öffnungszeiten sind mit den Wünschen der Eltern abgestimmt. Die Kernzeiten laufen von 8 bis 14 Uhr. Abweichungen sind möglich.

Klaus Bange, im Landkreis Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Sport, lobte die Gemeinde für ihr Engagement im Krippenbereich. Ortsbürgermeister Werner Brinkmann begrüßte, dass der Kiga Hackenstedt um eine Krippe erweitert wurde. Das sei für ein Randdorf in einer Gemeinde wichtig, weil damit der Standort für die Kinderbetreuung gesichert werde. Auch sei es für Einbindung ins dörfliche Leben elementar. Als Geschenk brachte er ein kleines Zelt mit, in dem sich mehrere Kinder tummeln und mit 250 Bällen spielen können. Für die Kirchengemeinde gratulierten das Pastorenehepaar Mingo Albrecht und Matthias Spiegel-Albrecht.

Jennifer Carganico dankte der Gemeinde für die „hübsch und kindgerecht“ geschaffene Krippe. „Es wurde sogar unser Wunsch erfüllt, ein großes Waschbecken anzubringen, damit wir mit den Kindern Wasserspiele machen können“, sagte sie. Und die Mittagsversorgung klappe ebenfalls. Auf dem Magenfahrplan stehen Eintöpfe mit Würstchen, Nudeln, Hühnerfrikassee oder Reis. Bevor serviert wurde, fassten sich die Erzieherinnen und Kinder an den Händen und sangen: „Rolle, rolle, rolle, der Tisch ist bald volle, der Magen ist leer, brummt wie ein Bär!“