Seiteninhalt

Haus der kleinen Forscher

Auf Wunsch der Mütter und Väter des Kindergartens Grashüpfer fand am 5. Februar 2013 ein besonderer Elternabend statt. Im Rahmen der erworbenen Zertifikation zum „Haus der kleinen Forscher“ wurden die Eltern auf das Experimentieren mit Kindern aufmerksam gemacht. Die interessierten Eltern wollten nun für einen Abend in die Rolle ihrer Kinder schlüpfen und Ausprobieren wie man sich als „kleiner Forscher“ bei den Grashüpfern fühlt.

Das Team des Kindergartens hat an vier Stationen Experimente zu unterschiedlichen Themen aufgebaut. Mit kurzen Einleitungen luden die Tische zum freien ausprobieren und Problemlösen ein.

Es wurden kleine Gruppen gebildet die folgenden Fragen nachgingen:
● Welche Farben stecken in Schwarz?
● Wie kann man die Farben des Regenbogens sichtbar machen?
● Wie schafft man es, Wasser von einem Gefäß zum anderen zu transportieren ohne zu schöpfen?
● Wie kann ich einen „Taucher“ herstellen, einen Körper der auf Druck reagiert und im Wasser absinkt oder aufsteigt?

Mit viel Freude und Neugier machten sich die Eltern daran, die Geheimnisse und Fragestellungen zu lösen. Die Köpfe wurden zusammengesteckt, Ideen geboren, ausprobiert und wieder verworfen und viel gelacht. Nebenbei stärkten sich die Eltern mit ausreichend Gummibärchen und Schokolade um Energie zu tanken.

Beim gemeinsamen Forschen wurde sehr intensiv miteinander beratschlagt und Thesen entwickelt. Den Müttern und Vätern wurde so bewusst wie kommunkativ das gemeinsame Forschen ist und wie spannend es ist verschiedene Lösungsstrategien auszuprobieren.

An dieser Stelle geben wir einen Überblick über die verschiedenen Äußerungen an den Forscherstationen.

Das geheimnisvolle Schwarz: Welche Farben stecken in Schwarz?
An dieser Station bekamen die Eltern Filterpapier, Wasser, verschiedene schwarze Stifte, Pipetten und Gefäße zum experimentieren.

„Cool“, „Oh !“, „Dürfen wir die Stifte auch in Wasser tauchen ?“, „Was ist, wenn wir etwas beschädigen ?“, „Ha, es entsteht Lila!“, „Mehr Lila !“, „Vielleicht so?“, Guck mal, wie schön das geworden ist !“, „Was ist denn wenn wir hier das dran machen ?“, „Holzleim gibt ein schönes Lila“, „Drauf gemalt und ein paar Tropfen Wasser drauf.“ „Der Saft ist zu dickflüssig und verstopft den Weg.“

Wassertransporter - Wie schafft man es, Wasser von einem Gefäß zum anderen zu transportieren ohne zu schöpfen?
Hier sollte ein großes Gefäß mit Wasser befüllt werden. Verschiedene große Gefäße, Spritzen, Schläuche, Trichter, Strohhalme und Flaschen wurden bereit gestellt.

„Wie stecken Strohhalme ineinander !“, „Und dann ?“, „Guck mal, das wird immer voller !“ „So fertig !“, „Das ist wirklich toll, willst du auch mal ?“, „Ja, klar!“, „Das mußt du so machen und so und so ...“, „Bei meinem Aquarium mache ich das immer so.“

Taucher: Wie kann ich einen „Taucher“ herstellen, einen Körper der auf Druck reagiert und im Wasser absinkt oder aufsteigt?
Strohhalme, Flaschen, Büroklammern, Knete, Wasser wurde bereit gestellt.

„Man muss das richtige Gewicht finden, sonst sinkt es gleich runter!“ „Wenn man pumpt, funktioniert es.“, „Nimm mal die Große, weil der kann hier mehr schweben!“, Brauchen wir eine volle Flasche ?“, „Knete kann sich eigentlich nicht vollsaugen, oder ?“

Regenbogen: Wie kann man die Farben des Regenbogens sichtbar machen?
Verschiedene Spiegel, Papier, Alufolie, CDs, Taschenlampen, Packband, Kerzen und Kleber dienten als Forscherutensilien.

„Wenn die Sonne auf meine Blumenvase scheint, dann gibt es einen Regenbogen auf den Tisch.“, „Ich brauche Sonne.“, „Auf der weißen Fläche sieht man die Farben am besten.“

Gemeinsam fanden die Teilnehmer wohl die wichtigste Botschaft des Experimentierens heraus: Es gibt vieles zu hinterfragen und auszuprobieren. Es geht um den Weg, nicht so sehr um das Ziel. Genauso wie ihre Kinder haben die Eltern die Freude am Erkunden naturwissenschaftlicher Phänomene entdeckt. Zum Abschluss des Elternabende hat das Grashüpfer-Team den Tip gegeben sich auf der Homepage des „Haus der kleinen Forscher“ oder mit Hilfe von verschiedenen Büchern Anregungen zum gemeinsamen Experimentieren zu beschaffen und auch zu Hause mit den Kindern zu forschen.

Ein Bericht geschrieben von den
Auszubildenden Ramona Pallas und Annika Brunotte