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Vom Kloster bis zum Kunstmuseum

Lange hat der Heersumer Heinz-Peter Gerber zur Geschichte von Derneburg recherchiert. Er hat alte Pläne, Skizzen und Fotos zusammengetragen und viele ehemalige Bewohner befragt. Herausgekommen ist das umfassendste Werk über die Geschichte von Derneburg, bei der kein Detail fehlt. Zusammen mit der Hall Art Foundation hat Gerber das Buch im Gerstenberg Verlag jetzt herausgebracht.

Heinz-Peter Gerber war schon immer von dem Ambiente rund um das Schloss fasziniert. Wo finden sich schon auf engstem Raum eine ägyptische Pyramide, ein griechischer Tempel, englische Fischerhäuser, eine historische Brücke sowie eine idyllische Landschaft mit einer ausgesprochenen vielfältigen Natur? Zu Baselitz Zeiten war ein Besuch im Schloss nicht möglich, so dass Gerber sich in seinem ersten Buch aus dem Jahr 2005 auf die Wege und Bauten rund um das Schloss konzentrierte: den Laves-Kulturpfad.

Nachdem die Auflage des Buches vergriffen war, nahm Gerber bereits vor vier Jahren Gespräche mit der Schlossverwaltung auf und stellte ein neues Buchkonzept vor, in dem die ganze Geschichte Derneburgs von Gründung des Klosters im 13. Jahrhundert bis heute dargestellt werden sollte. Von den Augustinerinnen bis zu den Zisterziensern, die unter Abt Arnu 1730 den Grundstein für das heutige bauliche Ensemble legten. 1814 begann mit den Grafen zu Münster die adlige Zeit in Derneburg. Gerber beschreibt die Familiengeschichte von Ernst Graf zu Münster bis zur letzten Generation mit Graf Peter und lässt die Leser am Leben im Schloss teilhaben, indem er Geschichten und historische Begebenheiten der Grafen im Buch verarbeitet hat. Dann kaufte Georg Baselitz 1975 das Schloss und lebte und arbeite hier 30 Jahre lang. Hierzu hat Elke Baselitz einige Fotografien für das Buch beigesteuert.

Seit 2006 ist die Hall Art Foundation in das Schloss eingezogen und hat es zu einem der größten europäischen Kunstmuseen umgebaut, das 2016 mit den ersten Ausstellungen eröffnet wurde. Für Gerber ist es faszinierend, die Kunstwerke in der einmaligen historischen Umgebung zu erleben. Inzwischen wurde im Schloss der russische Teesalon der Fürstin Galitzin eingerichtet, der auch gleichzeitig als Buchshop dient, in dem das neue Buch über die Geschichte von Schloss Derneburg sowie Bücher der ausstellenden Künstler ausgestellt und erworben werden können.

Mit dem Zitat „Natur und Kunst verzaubern das Leben auf eine ganz besondere Weise und sind immer für Überraschungen gut“ widmet Heinz-Peter Gerber das Buch den Einwohnern der Gemeinde Holle sowie allen Liebhabern von Kunst und Natur.

Das Buch „Schloss Derneburg und der Laves-Kulturpfad“ umfasst 240 Seiten mit 420 Abbildungen in einem sehr ansprechenden Hardcover-Buch mit Fadenheftung. Ab sofort im Buchhandel erhältlich, im Buchshop / Teesalon des Schlosses und auch bei Holler Allerlei zum Preis von 29,95 Euro.