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Holle impft!

Die Corona-Pandemie dauert nun schon ein Jahr und die größten Hoffnungen zur Beendigung der Krise liegen in der Entwicklung von Impfstoffen. Alle wollen so schnell wie möglich geimpft werden, aber angesichts einer zunächst noch geringen Menge an Impfdosen hat die Bundesregierung eine strikte Priorisierung der Impftermine vorgesehen. Zunächst wurden die Bewohner/innen der stark betroffenen Altenheime in ihrer Wohnstätte geimpft. Als nächste Gruppe haben die über 80-jährigen Gelegenheit, sich impfen zu lassen. Die Vergabe der Impftermine über Telefon oder Internet ist angesichts der knappen Ressourcen eine schwierige Prozedur, an der gerade die älteren Menschen leicht scheitern.

Hier sind bessere Ideen gefragt und eine davon kommt aus dem Rathaus der Gemeinde Holle. Warum, so fragte sich der Bürgermeister Klaus Huchthausen, muten wir unseren ältesten Bürgerinnen und Bürgern zu, sich durch die Anmeldeprozedur zu quälen, um dann auch noch den langen Weg in eines der Impfzentren auf sich zu nehmen? Wie wäre es, wenn die Gemeinde Holle für die Terminvergabe sorgt und sich die Betroffenen direkt vor Ort impfen lassen können? Gedacht, getan.

In enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Hildesheim vereinbarte die Gemeinde Holle den Aufbau eines Impfzentrums für ein mobiles Impfteam in Holle. Seit kurzem steht fest, dass am 23.02.2021 eine erste Impfaktion in der Mohldberghalle in Holle stattfinden wird. Doch bis dahin musste die Gemeinde viel Vorarbeit leisten. Zunächst wurden die zum Stichtag 23.02.21 über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger persönlich angeschrieben, um sich bei Bedarf über eine Hotline der Gemeinde für eine Impfung anzumelden. Gleichzeitig musste die nötige Infrastruktur für die Umwandlung der Sporthalle in ein Impfzentrum vorbereitet werden.

Inzwischen haben sich ca. 350 ältere Menschen für die Impfung in Holle registrieren lassen. Aber auch hier gibt es Engpässe. Zum ersten Termin stehen insgesamt 150 Impfdosen bereit, so dass zunächst nur die Ältesten berücksichtig werden können. Der nächste Termin für die jüngeren unter den über 80-jährigen wird schon im Rathaus vorbereitet und rechtzeitig bekannt gegeben. Eine Ausnahme bei dieser Reihenfolge gilt für Ehepartner/innen der Impfberechtigten, die über 80 sind, aber nicht in der ersten Auswahl berücksichtig wurden. Sie können aufgrund der gemeinsamen Lebenslage zusammen mit ihrer/m Partner/in geimpft werden.

Alle, die einen Impftermin erhalten haben, können eine Begleitperson mitbringen, die vor Ort behilflich ist. Unerlässlich ist auch das Tragen einer FFP-2 Maske und das Mitbringen der im Einladungsbrief genannten Unterlagen und Dokumente. Die Gemeinde Holle bittet um Verständnis, dass ohne diese Unterlagen keine Impfung erfolgen kann.

Nach der Ankündigung weiterer Impfdosen wird die Gemeinde Holle fortfahren, die Holler Bürgerinnen und Bürger vor Ort zur Impfung einzuladen. Die Reihenfolge ergibt sich aus der von der Bundesregierung vorgesehenen Priorisierung der Alters- und Berufsgruppen. Auch diejenigen, die sich schon auf der Warteliste des Landes Niedersachsen angemeldet haben, können den Service der Gemeinde Holle annehmen und sich lokal impfen lassen.

An der Umsetzung der Idee des Bürgermeisters waren viele Menschen beteiligt, die mit großem Aufwand und hoher Motivation die schnelle Verwirklichung eines lokalen Impfzentrums in die Wege geleitet haben. Der Dank von Klaus Huchthausen geht deshalb besonders an den Landrat Olaf Levonen und den Amtsleiter für Bevölkerungsschutz Torsten Köhler im Landkreis Hildesheim, an das Impfteam aus Alfeld, an das DRK Holle, an die Gemeindefeuerwehr Holle und an die Mitarbeiter/innen im Holler Rathaus sowie auf dem Bauhof für die Organisation und Vorbereitung. Gemeinsam haben es alle Beteiligten in Zeiten der Ungewissheit geschafft, den älteren Bürgerinnen und Bürgern von Holle einen leichteren Zugang zu der lebenswichtigen Impfung gegen Covid-19 zu ermöglichen. Eine Fortsetzung ist in Vorbereitung.