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(LK08-003 GiST)  In Niedersachsen wurde vor drei Jahren der "Zukunftstag für Mädchen und Jungen" verpflichtend für alle Jugendlichen aller allgemeinbildenden Schulen von Klasse 5 bis 10 eingeführt. Bundesweit ist dieser Tag unverändert als Girl´s Day bekannt.

Am Zukunftstag können Schülerinnen und Schüler an Aktionen in Betrieben, Hochschulen und Einrichtungen teilnehmen und so Berufe erkunden, die sie selbst meist nicht in Betracht ziehen. Durch Gespräche mit Beschäftigten können sie ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern. Sie können auch ihre Eltern, Großeltern oder Verwandte an ihren Arbeitsplatz begleiten, sofern dies mit dem jeweiligen Arbeitgeber abgestimmt wurde.

Lehrkräfte sollen ihre Schülerschaft über den Aktionstag informieren und diesen vor- und nachbereiten. Für die Teilnahme am Zukunftstag werden die Schülerinnen und Schüler vom Unterricht freigestellt. Über die Schule sind sie an diesem Tage sowohl haftpflicht- wie auch unfallversichert. Es ist jedoch auch wünschenswert, dass die Schulen diesen wichtigen Tag durch eigene Veranstaltungen begleiten, mit dem Ziel, die schwierige Berufswahl ihrer Schülerinnen und Schüler ein wenig leichter zu machen. So wäre beispielsweise ein Projekttag möglich, an dem externe Personen aus Betrieben und Hochschulen ihre Berufe, Erfahrungen und Lebenswege vorstellen. Auch wäre es denkbar, in der Schule über die Lebensplanung der Jugendlichen, ihre Rollenvorstellungen oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sprechen. Alle berufsorientierenden Maßnahmen der Schulen sollen insbesondere dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit dienen. Daher sind an diesem Tage getrennte Angebote für Mädchen und Jungen vorzuhalten. Mädchen sollen die Möglichkeit erhalten, "typische Männerberufe" in Technik und Naturwissenschaften sowie erweiterte Perspektiven wie zum Beispiel Führungspositionen kennen zu lernen. Jungen hingegen sollen in "typische Frauenberufe" hineinschnuppern. Der Landkreis Hildesheim beteiligt sich ebenfalls an diesem Aktionstag und bietet ein großes Spektrum an unterschiedlichen Berufen an, die man an diesem Tage kennen lernen kann.

"Ich freue mich, wenn auch viele Unternehmen in unserer Region ihre Türen für Jugendliche öffnen", so Landrat Wegner. "Die Unternehmen können sich positiv darstellen, aber sie lernen auch potenzielle Auszubildende kennen." "Darüber hinaus wäre es schön, wenn sich auch die Schulen aktiv einbringen und diesen Tag durch eigene Veranstaltungen begleiten", so Landrat Wegner weiter. Dieser Tag sei sehr wichtig, da die Berufswahl unter den heutigen Gegebenheiten nicht einfach zu treffen sei.

Unter www.girls-day.de, www.zukunftstag-fuer-maedchen-und-jungen.de oder www.frauenonlineniedersachsen.de kann man weitere Informationen rund um den Mädchen- und Jungenzukunftstag erhalten.


 

Autor: Pressestelle