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(LK07-003) Ein Bündnis von Frauenorganisationen ruft landesweit zu praktischer Solidarität mit Migrantinnen auf. Hintergrund ist die im November letzten Jahres beschlossene Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge. Ausreisepflichtige ausländische Staatsangehörige, die praktisch wirtschaftlich und sozial im Bundesgebiet integriert sind, sollen ein Bleiberecht erhalten.

Die Voraussetzung hierfür ist unter anderem ein gesicherter Lebensunterhalt bzw. ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis und ausreichende Sprachkenntnisse. Das Frauenbündnis weist darauf hin, dass viele Langzeitgeduldete, darunter viele Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen diese Voraussetzungen nicht oder nur schwer werden erfüllen können. Fast unmöglich sei es für Alte, Kranke und Traumatisierte, Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehenden mit betreuungsbedürftigen Kindern oder auch Opfer häuslicher Gewalt.

Die Organisationen rufen deshalb zu einer Unterstützungskampagne auf. Auch die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt Hildesheim und Landkreis Hildesheim unterstützen diese Kampagne. "Migrantinnen können zum Beispiel bei der Erledigung von Formalitäten mit den Behörden unterstützt werden, ihnen kann Hilfe bei der Arbeitsplatz- oder Wohnungssuche gegeben werden oder auch beim Deutschlernen" so Almut von Woedtke, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Die Gleichstellungsstellen haben eine Liste mit Beratungsstellen zusammengestellt, die weitere Informationen geben. Der Kampagnenaufruf mit den weiteren Informationen ist in der Gleichstellungsstelle des Landkreises Hildesheim, Bischof-Janssen-Str. 31, 31134 Hildesheim, Telefon (05121) 309-3161 zu erhalten oder unter www.LandkreisHildesheim.de herunterzuladen.