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(07-5-001) Es ist amtlich: Der Landkreis wird wieder Herr im eigenen Haus. Die kommunalaufsichtliche Genehmigung des niedersächsischen Innenministeriums (MI) zum Kauf des Kreishauses liegt vor. Damit wurde die Beschlussfassung abgesegnet, die der Kreistag in seiner Sitzung am 18.12.2006 einstimmig beschlossen hatte.

Formell hat das MI als Kommunlaufsicht damit die Nachtragshaushaltssitzung des Landkreises Hildesheim für das Haushaltsjahr 2006 genehmigt. Diese Nachtragssatzung war notwendig, um die notwendige Erhöhung der Kreditermächtigung für 2006 – Grund war der Kauf des Kreishauses – zu sanktionieren. Die Kredite mussten aufgenommen werden, weil der Landkreis wegen nicht vorhandener Eigenmittel den Vermögenshaushalt über Krediteinnahmen finanzieren musste.

Für den Landkreis aber dennoch ein gutes Geschäft, denn der vorfinanzierte Kaufpreis über 21,45 Mio. Euro rechnet sich schon aufgrund der derzeit günstigen Kreditzinsen. Zuletzt hatte der Landkreis jährlich rd. 1,57 Mio. Euro Miete gezahlt, die den Verwaltungshaushalt erheblich belasteten. Für Landrat Reiner Wegner und die Mitglieder des Kreistages eine klare Sache, denn aus dem Kauf des Kreishauses (juristisch richtig wäre die Rückübertragung des Erbbaurechtes) ergibt sich für den Landkreis pro Jahr eine finanzwirtschaftliche Verbesserung (vergleich Mietzahlung zu Schuldendienstleistung) von rund 212.000 Euro. "Wahrscheinlich", so Dieter Wolff, Leiter des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, "wird dieser Betrag noch übertroffen, denn seit der Entscheidung im Kreistag haben sich die Zinsen noch positiver entwickelt, als vorhergesagt war.

"Nach mehr als 17 Jahren Mietzahlungen mussten wir diese günstige Gelegenheit beim Schopf ergreifen, um wieder Herr im eigenen Haus zu werden", so Landrat Reiner Wegner, der den Vertrag jetzt beim Notar unterschrieb.


 

Autor: Pressestelle