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(07-3-007) Im Zuge der Umsetzung der Handlungsempfehlungen zur Kulturentwicklungsplanung (KEP) beschloss der Kreistag des Landkreises Hildesheim im Jahre 2001 die Einrichtung eines Kulturbeirates. Mit Ablauf der Wahlperiode im September 2006 endete auch die erste Wirkungsperiode dieses neuen Gremiums.

"Der Kulturbeirat ist ein Kollegialorgans, dessen Aufgabenverständnis sich als ein durchaus anderes erwies als lediglich Konzepte "abzunicken", so Hans-Jürgen Driemel, Leiter des Fachdienstes Kultur des Landkreises. Seinerzeit wurde auch das KulturBüro, dies ist auch zuständig für die Geschäftsführung des Kulturbeirats, organistorisch neu aufgetellt..

Die Bilanz der ersten fünf Jahre könne sich sehen lassen: engagierte Fachleute hätten ihre Erfahrungen und Kompetenzen eingebracht, um die Entwicklung der kulturellen Landschaft voranzubringen. Nicht zuletzt auch unter Aspekten der Regionalentwicklung und des (Kultur-)Tourismus sei es darum gegangen, die kulturelle Szenerie in der Region zu vernetzen und kreativ auszugestalten.

Dass der Kulturbeirat es vermochte, den Respekt und die Anerkennung der politischen Entscheidungsträger zu gewinnen, ginge nicht nur daraus hervor, dass der zuständige Fachbereichausschuss des Landkreises dessen Förderempfehlungen in der Regel einstimmig bestätigt habe, sondern dass er von dort auch den Auftrag bekam, einen Prozess der Neu-Aufstellung der Kulturförderlandschaft im Landkreis zu initiieren, und diesen Prozess auch zu begleiten, so Driemel.

Der Kulturbeirat hat dazu beigetragen, die Qualität der kulturellen Debatte (insbesondere um inhaltliche Komponenten) erheblich zu bereichern. Bereits nach nur einer Wahlperiode ist das Gremium auf gutem Wege, sich zu einem Dreh- und Angelpunkt in kulturellen Angelegenheiten von überörtlicher Bedeutung - zumindest für das Kreisgebiet außerhalb der Stadt Hildesheim - zu entwickeln.

Kulturbeiräte dieser Art, so Driemel, seien mittlerweile in vielen Kommunen - auch Landkreisen - ein erprobtes Instrument, um den sparten- und gemeindeübergreifenden Dialog unter den Kulturschaffenden zu befördern und die Entscheidungsträger zu beraten. So wurde auch die notwendige Transparenz gefördert, die erforderlich ist, um den Wirkungsgrad der für kulturelle Zwecke (noch) verfügbaren Mittel zu erhöhen.

Neben Vertretern der Städte und Gemeinden, der Kirchen, der Schulen, der Wirtschaft, den Hochschulen und Schulen, der Heimatpflege, des Sports und nicht zuletzt auch des Landschaftsverbandes Hildesheim soll der Kulturbeirat insbesondere auch durch Künstlerinnen und Künstler und Vertreter kultureller Initiativen, Vereine und Einrichtungen bereichert werden. Driemel: "Gerade diese unkonventionelle Zusammensetzung hat dazu beigetragen, dass aus dem Kulturbeirat viele wertvolle Impulse und Anregungen in die beteiligten Institutionen und Organisationen zurückgeflossen sind und auch dort die interne Diskussion befördert haben."

Im Verfahren der Neukonstituierung des Gremiums für die aktuelle Wahlperiode sind Kulturschaffende aus allen Bereichen dazu eingeladen, sich im Verfahren einer moderierten Veranstaltung am Donnerstag, dem 08. Februar 2007, um 18.30 Uhr, im Kleinen Sitzungssaal des Hildesheimer Kreishauses über ihre künftigen Vertreter/innen im Kulturbeirat zu verständigen. Um disponieren zu können, bittet der Fachdienst Kultur um Anmeldungen unter der Tel.-Nr. 05121/309-3411 oder per e-mail: Kultur@landkreishildesheim.de oder schriftliche Voranmeldung beim Landkreis Hildesheim, KulturBüro, Bischof-Janssen-Str. 31, 31134 Hildesheim, Kennwort: "Kulturbeirat-Kulturschaffende", nach Möglichkeit bis zum 6. Februar.