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(LK06-2-042b ST) Das sogenannte E-Gouvernement ist beim Landkreis Hildesheim in allen Aufgabenbereichen auf dem Vormarsch. Gerade angesichts der Fleischskandale der letzten Monate wird deutlich, welche Bedeutung diesem Technikeinsatz auf dem Gebiet der Lebensmittelüberwachung zukommt. Die Mehrzahl der Landkreise setzt dabei das neue Gemeinsame Verbraucherschutzinformationssystem (GeViN) ein.

Derzeit werden in der Hildesheimer Kreisverwaltung Mitarbeiter der Landkreise Hildesheim und Lüchow-Dannenberg geschult. Die Amtstierärzte, Verwaltungsbediensteten und Lebensmittelkontrolleure gehören zu den insgesamt 1.600 Mitarbeitern, die in Niedersachsen mit Aufgaben des Verbraucherschutzes und im Veterinärwesen eingesetzt werden. Allein die 37 niedersächsischen Landkreise, die Region Hannover und die kreisfreien Städte des Landes beschäftigen fast 220 Amtstierärzte. Über 500 niedergelassene Tierärzte sind obendrein im Auftrag dieser Gebietskörperschaften für die Überwachung der Schlachthöfe und Zerlegebetriebe im Einsatz. "Vor dem Hintergrund der Fleischskandale in den

letzten Monaten muss das personelle Engagement durch den Einsatz moderner Technik die notwendige Unterstützung erfahren," so Kreisveterinär Dr. Bernd Wichern, gleichzeitig zuständig für den Bereich Lebensmittelkontrolle beim Landkreis. Das neue GeViN sei ein Beitrag, das System der Fleisch- und Lebensmittelkontrolle in Niedersachsen zu optimieren.

Es wird von der Mehrzahl der Landkreise mittlerweile in der Praxis genutzt. Erster Kreisrat Hans-Heinrich Scholz informierte sich über die laufende Schulung der Mitarbeiter. Scholz betonte, dass es angesichts der drohenden Gefährdungslage bei Tierseuchen und der enormen Herausforderungen im Bereich Lebensmittelkontrolle von entscheidender Bedeutung sei, in ausreichendem Maße gut geschultes und motiviertes Personal vorzuhalten, das sich neuester Technologie bedienen könne. Der Landkreis setzt hier zurzeit drei Veterinäre, neun Lebensmittelkontrolleure sowie fünf Verwaltungsbedienstete ein. Bei den Kontrolleuren gilt das Prinzip der Rotation. "Die Bevölkerung muss sich darauf verlassen können, dass seitens der Behörden alles getan wird, damit Tierseuchenherde sofort entdeckt und wirkungsvoll bekämpft werden und der Zustand unserer Lebensmittel keinen Anlass zur Sorge gibt," so Scholz. "Da dem beim Landkreis zuständigen Fachdienst neben den bisherigen Aufgaben nunmehr noch ein vom Land streng überwachtes Qualitätsmanagement nach EU-Vorschriften ins Haus steht, darf an einer notwendigen Personal- und Sachausstattung nicht gespart werden, zumal die Produzenten des Ernährungsbedarfs, gerade auch die Landwirte, auf behördliche Qualitätstestate angewiesen sind", stellt der Erste Kreisrat fest.

Die jetzt in Hildesheim durchgeführte Schulung ist ein weiterer entscheidender Schritt zu den vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium angestrebten lückenlosen Netz landesweiter Lebensmittelsicherheit.

(Foto: lps)


 

Autor: Pressestelle