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(LK06-2-026) Um abhörsicher und störungsfrei kommunizieren zu können, reichen die alten Funknetze der Organisationen mit Sicherheitsaufgaben längst nicht mehr aus. Als Lösung steht der Digitalfunk bereit, der allerdings erheblich Kosten verursachen wird. Bis zum Jahr 201

0 soll bundesweit die Einführung dieser neuen Technik abgeschlossen sein, berichtete Ute Sümening von der Projektgruppe Digitalfunk-BOS-Niedersachsen PGDiNi) den Führungskräften von Feuerwehren, Polizei, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Hildesheim in Groß Düngen.

Im Rahmen eines bundesweiten Abstimmungsverfahren haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ein digitales Sprech- und Datenfunksystem einzuführen und dies als Gesamtnetz mit einheitlicher Technik bis Ende 2010 in Betrieb zu nehmen.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Uwe Rischbieter informierte Ute Sümening die Teilnehmer über die besonderen Merkmale des Digitalfunks. Die Kommunikation wird künftig in sogenannten Funkgruppen erfolgen, was bedeutet, dass die Einsatzkräfte der BOS anlassbezogen in Gruppen zusammengefasst werden. Bei der Sprachqualität gewährleistet die digitale Informationsübermittlung eine störungsfreie Kommunikation. Weiterhin wird durch die digitale Technik in Zukunft auch die Übermittlung von Text und Bild möglich werden. Kernbestandteil des digitalen Funknetzes ist die Abhörsicherheit, die das Mithören durch Unberechtigte ausschließt und damit ein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit für die gesamte Funkübertragung gewährleistet.

Der Netzaufbau in Niedersachsen wird stufenweise erfolgen. Sechs Teilnetze innerhalb der Grenzen der sechs Polizeidirektionen sind in Planung. Startregion ist, da funktechnisch nicht zu anspruchsvoll, das Gebiet der Polizeidirektion Lüneburg. Durch die bergige Landschaft wird das Gebiet der Polizeidirektion Göttingen im zweiten Halbjahr 2009 beim Aufbau des Netzes das Schlusslicht bilden.

Vorgestellt wurde auch das Konzept zur Migration des neuen Funksystems. Der Übergang von analoger auf digitale Funktechnik wurde unter taktischen und technischen Gesichtspunkten erläutert. Ungeklärt blieb die Frage nach den Kosten, die bei Einführung des Digitalfunks auf die Behörden zukommen werden. Eine Frage allerdings, die Verwaltung und Politik noch eindringlich beschäftigen wird.

Für Rückfragen steht Friedhelm Weiß vom Fachdienst Notfallmanagement unter der Rufnummer 05121/309-26 81 oder per E-Mail unter friedhelm.weiss@landkreishildesheim.de zur Verfügung.

(Fotos/lps)