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Trockene Sommerwitterung verlangt angepasstes Umweltverhalten

(LK06-5-015) Endlich ist er da! Der Sommer beschert uns nach ungewöhnlich hohen Niederschlägen im Frühsommer die vermissten warmen Sommertage. Die damit einhergehende Trockenheit macht es jedoch erforderlich, dass jeder Einzelne sein Verhalten der Umwelt anpasst. Um möglichen Gefahren einer länger anhaltenden Trockenperiode rechtzeitig vorbeugen zu können, wird die aktuelle Situation regelmäßig durch die Kreisverwaltung überwacht.

Erfreulich ist, dass es im Landkreis, wie in den vergangenen Jahren auch, trotz Hitze keine Gefährdung der Trinkwasserversorgung gibt. Das meiste Trinkwasser wird aus dem Grundwasser bezogen. "Der Grundwasserspiegel bewegt sich in diesem Jahr wieder im Durchschnitt", so der stellvertretende Leiter des zuständigen Fachdienstes Umwelt, Hubert Bienias.

Keine Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern

Anders hingegen sei die Lage an vielen Bächen und Flüssen im Kreisgebiet. Einige führen schon nach wenigen trockenen Tagen nur noch wenig Wasser. Die Situation könnte sich verschärfen, wenn während der Trockenheit aus Gewässern, durch Abpumpen oder ein direktes Ableiten, Wasser entnommen wird. Die Kreisverwaltung weist daher in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern, durch Abpumpen oder Stauung, bei geringer Wasserführung unzulässig ist, wenn dafür nicht eine ausdrückliche Genehmigung der Unteren Wasserbehörde vorliegt. Um die Fischbestände nicht zu gefährden, müssen selbst die Inhaber von Wasserrechten entgegen den unter normalen Umständen erlaubten Entnahmemengen, Einschränkungen hinnehmen.

In Zeiten extremer Trockenheit ist es besonders wichtig, dass Wasserläufe nicht austrocknen. Gerade in Fließgewässern ist eine ausreichende Wassermenge von enormer Bedeutung, um ökologische Schäden zu vermeiden und wie die Selbstreinigungskraft der natürlichen Gewässer zu erhalten. "Wir appellieren daher an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen, Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern im Sommer zu unterlassen", erklärt Bienias.

Waldbrandgefahr erhöht sich

Weiter weist die Umweltverwaltung auf eine zunehmende Waldbrandgefahr hin. Vertrocknete Gräser, Laub und Reisig können sich sehr rasch entzünden und so einen großflächigen Waldbrand auslösen. Selbst ein kurzer Regenschauer kann die während der Sommermonate bestehende erhöhte Waldbrandgefahr nicht mindern. Der Fachdienst Umwelt bittet daher alle Besucher, die den kühlen Sommerwald genießen möchten, um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Im Pressedienst der Kreisverwaltung wird darauf hingewiesen, dass in der Zeit von Anfang März bis Ende Oktober ein generelles Rauchverbot in den Wäldern besteht. Darüber hinaus sollten Waldbesucher außerhalb der ausgewiesenen Grillflächen kein Feuer entfachen. Auch auf Grillplätzen ist darauf zu achten, dass kein Funkenflug entsteht und dass die Feuerstellen nach Verlassen des Grillplatzes gelöscht werden. Auch beim Parken von Fahrzeugen mit Katalysator kann es auf trockenen Grasflächen zu Waldbränden kommen, da Katalysatoren schnell eine Hitze von mehreren hundert Grad entwickeln können. Waldbesucher sollten ihre Autos daher generell nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen.

Für Rückfragen steht Bernd Lynack vom Fachbereich Planung, Bau und Umwelt unter der Rufnummer 05121/309-4051 oder per E-Mail unter Bernd.Lynack@LandkreisHildesheim.de zur Verfügung.

(Foto: lps)


 

Autor: Pressestelle