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(LK06-5-012) Die Denkmalpfleger der Städte und Landkreise des ehemaligen Regierungsbezirks Hannover treffen sich regelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch. Auf Einladung der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises hat jetzt bereits das dritte Treffen im Hildesheimer Kreishaus stattgefunden.

Themen der Veranstaltung waren der umweltschonende Einsatz von Algenvernichtungsmitteln an Natursteinen sowie die Vermeidung der Zerstörung von unterirdischen frühgeschichtlichen Baudenkmälern. Den Denkmalschutzbehörden obliegt der Schutz dieser, oftmals unbekannten Objekte, die meist erst im Zuge von Baumaßnahmen zu Tage treten. Ziel der Veranstaltung war es unter anderem einheitliche Lösungsansätze zur Begleitung derartiger Bauvorhaben zu entwickeln, so Peter Gorczytza, Denkmalpfleger des Landkreises Hildesheim.

Für den praxisorientierten Teil der Veranstaltung hatte Gorczytza eine fachbezogene Exkursion organisiert. Erster Anlaufpunkt war eine im Bau befindliche Biogasanalge bei Söder. Diese Anlage wird inmitten einer, nicht nur für den Denkmalschutz interessanten, Kulturlandschaft errichtet. Aus Sicht der Denkmalpflege sind derartige Vorhaben ähnlich stark problembehaftet wie der Bau von Windenergieanlagen, da diese Anlagen weit in die Landschaft wirken. Zusammen mit dem Investor der Anlage haben die Denkmalpfleger Lösungsmöglichkeiten mit geringen landschaftlichen Auswirkungen diskutiert, um sowohl die wirtschaftlichen, als auch die denkmalpflegerischen Interessen in Einklang zu bringen.

Ein weiterer Anlaufpunkt der Exkursion war der Bodenburger Schlosspark. Peter Gorczytza stellte seinen Kollegen die aufwändig in Stand gesetzte und aufgewertete Anlage vor. Am 9. September dieses Jahres wird dort die zentrale Landesveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals stattfinden.

Für weitere Informationen steht der zuständige Denkmalpfleger des Landkreises, Peter Groczytza, unter der Rufnummer 05121/309-4762 oder per E-Mail unter der Adresse peter.gorczytza@landkreishildesheim.de zur Verfügung.

(Foto: lps/5).


 

Autor: Pressestelle