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- Niedersachsen verschärft Schutzmaßnahmen gegen Schweinepest -

(LK06-2-014) Nach dem Ausbruch der Klassischen Schweinepest in nordrhein-westfälischen Betrieben sind auch in Niedersachsen die Maßnahmen zum Schutz vor der Einschleppung der Seuche verstärkt worden. Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen sind dringend erforderlich, damit die von der EU-Kommission für Nordrhein-Westfalen (NRW) erlassenen Regelungen nicht auf Niedersachsen ausgedehnt werden müssen. "Gravierende Handelsbeschränkungen bis zu einem "Stand still" für Schweinehalter und Schlachtbetriebe wären die Folgen," so der Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen Dr. Bernd Wichern.

Alle Schweinebestände, die seit dem 18. Februar 2006 aus NRW geliefert wurden, sind klinisch und stichprobenweise auch blutserologisch zu untersuchen. "Bisher sind uns nur Schweinelieferungen aus der von der Schweinepest nicht betroffenen Region Ostwestfalen in zwei Mastschweinbestände bekannt. Diese Tiere sind von den Amtstierärzten klinisch untersucht und beprobt worden," so Wichern.

Damit die Rückverfolgbarkeit sämtlicher Tierbewegungen gewährleistet werden kann, müssen – soweit noch nicht geschehen – alle Schweinelieferungen, die nach dem 1. Januar erfolgt sind, in die HIT-Schweinedatenbank eingegeben werden.

EU-Entscheidung schreibt Reinigung und Desinfektion vor

Besonderes Augenmerk müssen alle Schweinehalter auf die Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen legen. Beim Befahren und beim Verlassen von schweinehaltenden Betrieben müssen Räder und Radkästen der Fahrzeuge gereinigt und desinfiziert werden. Das gilt insbesondere für Fahrzeuge zum Transport von Futter, Gülle oder Tieren. Viehtransportfahrzeuge sind grundsätzlich nach jedem Transport zweimal zu reinigen und zu desinfizieren.

Dr. Wichern weist darauf hin, dass die von Bund und Land verhängten Schutzmaßnahmen strikt zu beachten sind. Jeder Verstoß kann im Seuchenfall zu Regressforderungen an einzelne Tierhalter führen. Daneben sind Verstöße gegen die festgelegten Maßnahmen Ordnungswidrigkeiten, die mit Geldbußen von bis zu 25.000 Euro geahndet werden können. Der Landkreis Hildesheim setzt die EU-Entscheidung in einer Allgemeinverfügung um.

Keine Gefahr für Menschen

Die Schweinepest ist eine ansteckende, fieberhaft verlaufende, virusbedingte Seuche. Dr. Wichern weist darauf hin, dass ausschließlich Haus- und Wildschweine von der Krankheit befallen werden und die Schweinepest nicht auf Menschen übertragbar ist.

Für weitere Rückfragen steht Dr. Bernd Wichern vom Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz unter der Rufnummer (0 51 21) 309 – 111 oder per Email bernd.wichern@landkreishildesheim.de zur Verfügung.

(Foto/lps)