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(LKHi-11-026) Vor acht Jahren wurde im Lammetal ein kombiniertes Bus- und Bahnkonzept eingeführt. Die Bahnstrecke Hildesheim – Bodenburg wurde ausgebaut, neue Haltepunkte eingerichtet und die bisher nach Hildesheim durchgehenden Buslinien von Lamspringe und Bockenem zu den Bahnhöfen Bodenburg bzw. Bad Salzdetfurth geführt, wo direkt in die Züge umgestiegen werden kann. Trotz des notwendigen Umstiegs hat sich die Reisezeit dabei teilweise um über 10 Minuten verkürzt. Durch die Einführung eines Kombi-Tickets ist dazu nur eine durchgehende Fahrkarte nötig. Dieses System kann als großer Erfolg bezeichnet werden.
   Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember übernimmt nun die Nordwestbahn (NWB) den Betrieb von der eurobahn. In diesem Rahmen wurde auch das Buszubringersystem seitens Regionalverkehr Hildesheim GmbH (RVHI) und Landkreis Hildesheim einer Überprüfung hinsichtlich seiner Inanspruchnahme durch die Fahrgäste sowie seiner Wirtschaftlichkeit unterzogen, so dass es hier künftig zu Veränderungen kommt. Es wurde auf weiterhin kurze Umsteigezeiten zwischen den Bussen und Zügen geachtet. Eine Verbesserung der Anschlusssicherung wird dabei von RVHI und NWB angestrebt.
   Auf der Linie 41 Bad Gandersheim – Lamspringe – Bodenburg wird Montag – Freitag vormittags eine zusätzliche Fahrt eingerichtet, so dass zwischen 11 und 20 Uhr ein Stundentakt Bodenburg – Lamspringe besteht. Alle Fahrten haben selbstverständlich Anschluss an die Nordwestbahn. Der letzte Bus ab Bodenburg um 22.02 nach Lamspringe schließt nun an die letzte Fahrt der Lammetalbahn 21.38 ab Hildesheim an. Dafür entfällt die Spätfahrt 22.20 ab Hildesheim.
   Zwischen Bad Gandersheim und Lamspringe entfallen an Ferientagen einige Nachmittagsfahrten auf Grund der praktisch nicht vorhandenen Nachfrage. Völlig neu wird das Angebot an den Wochenenden gestaltet: Der Linienbus der RVHI wird zum Rufbus. Alle angebotenen Fahrten verkehren dabei immer ab Bodenburg und Lamspringe, die dazwischen liegenden Orte werden jedoch nur nach telefonischer Anforderung eine Stunde vorher unter der Nummer 05121/66666 bedient. Dadurch werden die Fahrtzeiten verkürzt, der Fahrzeugeinsatz lässt sich wirtschaftlicher gestalten, Sprit wird gespart und so auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Samstags gibt es 8 bzw. 9 Fahrten zwischen Bodenburg und Lamspringe im 2-Stunden-Takt, von denen vor- und nachmittags jeweils eine bei Bedarf von und nach Bad Gandersheim weiterfährt.
   Sonntags werden künftig 4 Fahrten je Richtung zwischen 11.30 und 19 angeboten. Vorteil des Rufbusfahrplans: Die Fahrtzeit zwischen Lamspringe und Bodenburg verkürzt sich um 10 Minuten, die Abfahrt ab Lamspringe erfolgt statt wie bisher zur Minute 20 erst zur Minute 30.
   Ähnliches gilt für die Linie 411 Bad Salzdetfurth/Bodenburg - Bockenem. Das Grundkonzept, bei dem Bockenem stündlich an die Nordwestbahn angeschlossen ist, bleibt montags bis freitags bestehen, wobei im Wechsel die Bahnhöfe Bodenburg und Bad Salzdetfurth angefahren werden. Freuen können sich die Bockenemer über eine neue Spätverbindung: Fuhr bisher der letzte Bus nach Bockenem um 20 Uhr gibt es jetzt eine neue Abfahrt um 22.02 ab Bodenburg, wodurch ab Hildesheim erst um 21.38 und damit zwei Stunden später abgefahren werden muss. Am Wochenende wird ebenfalls auf einen Rufbusbetrieb umgestellt. Auch hier gilt: Die Haltestellen in Bodenburg und Bockenem werden immer bedient, die übrigen Orte nur nach telefonischer Anforderung. Samstags gibt es 9 bzw. 10 Fahrten, wobei morgens im Stundentakt und danach zweistündlich gefahren wird. Sonntags werden 4 Fahrten zwischen 10.30 und 19.30 angeboten. Wehrstedt wird am Wochenende künftig ebenfalls mit dem Rufbus bedient, dazu wird die Haltestelle Ahnepaule neu eingerichtet.
   An alle Haushalte in den Ortschaften an den beiden Linien soll am 14. Dezember mit der Wochenzeitung RUBS sowohl ein Gesamtfahrplan als auch eine ausführliche Information über den Rufbus verteilt werden. Auch in den Linienbussen und den Rathäusern sowie im Internet wird es die entsprechenden Informationen geben.
   Die Linie 42 Bockenem – Wesseln – Hildesheim übernimmt künftig in erster Linie Fahrten an Schultagen, um die Nordwestbahn zu entlasten. Zusätzliche Fahrten verbinden weiterhin Egenstedt und Hildesheim. Die Fahrt ab Egenstedt 9.17 wird auf 8.59 vorverlegt und bietet damit Beschäftigten im Einzelhandel neue Möglichkeiten .Samstag und Sonntag besteht zwischen Egenstedt und Hildesheim ein 2–Stunden-Takt, der z.T. von der SVHI – Linie 104 gefahren wird.
   Trotz notwendiger Einsparungen kann somit die RVHI weiterhin einen attraktiven Fahrplan anbieten, der auch den Ansprüchen des Landkreises Hildesheim als verantwortlichen Aufgabenträger des Busverkehrs gerecht wird. Der Kombitarif, der das Umsteigen zwischen Bus und Bahn erlaubt und mit dem auch eine Weiterfahrt im Hildesheimer Stadtgebiet möglich ist, bleibt erhalten. Schließlich wird auch künftig Montag – Freitag das seit 2003 etablierte Rufbus-System der Fa. Hennies und Mai verkehren, mit dem die nicht von den RVHI- Linien bedienten Ortschaften wie Almstedt/Segeste, Neuhof oder Evensen an die Bahnhöfe angebunden sind und das darüber hinaus innerhalb der Stadt Bad Salzdetfurth die Ortsteile miteinander verbindet.