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(LKHi 11-023) „Für die Verdienste an dem Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Verständigung und der Erhaltung des Friedens …“, so der Text der Anerkennungsurkunde, wurden jetzt neun Reservisten aus Sottrum und zwei aktive Soldaten des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover von Landrat Reiner Wegner des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet. Elf Tage ihrer Freizeit hatten die Reservisten im September geopfert, um Kriegsgräber landesgärtnerisch zu pflegen.   Wegner, selbst Vorsitzender des Kreisverbandes Hildesheim, ließ sich im Hildesheimer Kreishaus über die Details des Arbeitseinsatzes in Woerth und Umgebung (Elsaß) in Anwesenheit von Vertretern des Volksbundes  und des Sottrumer Ortsbürgermeisters Peter Labudda umfassend informieren. Die Reservistengruppe unter Leitung des Vorsitzenden Kurt Grotjahn-Heise hatte sich zur Aufgabe gemacht, die Pflege des Kriegsgräberfriedhofes in Niederbronn-les-Nains und der Denkmäler in der Umgebung von Woerth (aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71) zu pflegen. Auf dem Soldatenfriedhof haben 15.472 Gefallene des II. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden. Für den Hauptfeldwebel der Reserve Grotjahn-Heise und seine Kameraden eine echte Herausforderung, denn es galt 53 Denkmäler, 4.000 Grabkreuze sowie verstreut gelegene Kriegsgräberstätten gärtnerisch zu pflegen und zu reinigen. Auch bei der Unterbringung in einer Kaserne der französischen Streitkräfte in Bitche konnten die Reservisten bei hochsommerlichen Tagestemperaturen und eiskalten Nächten beweisen, wie wichtig eine gute militärische Grundausbildung,  Organisations- und Improvisationstalent ist. Bei den Kontakten zur Bevölkerung und bei der abschliessenden Gedenkveranstaltung am Bayrischen Denkmal in Woerth wurde deutlich, so Grotjahn-Heise, dass auch die Vertreter der Stadt und die Öffentlichkeit das Engagement des deutschen Reservisten zu würdigen wussten.