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Staupe bei verendeten Füchsen am Osterberg in Hildesheim nachgewiesen

Das Hundestaupevirus wird immer wieder, so auch im Landkreis Hildesheim bei Wildtieren nachgewiesen. Aktuell wurden 2 Füchse, die am Osterberg in Hildesheim (ehemaliger Truppenübungsplatz) verendet aufgefunden und zur Untersuchung gebracht wurden, positiv auf Staupe getestet. Neben dem Hund erkranken Wildtiere wie Dachs, Marder, Fuchs, Iltis, Wiesel und zunehmend der Waschbär an Staupe. Ausgelöst wird die Hundestaupe durch das Canine Staupevirus, das eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt ist. Für Menschen ist das Hundestaupevirus allerdings ungefährlich.

Das Staupevirus wird durch Speichel, Nasen-, Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere übertragen.

Gerade Fuchs und Marder werden als Erregerreservoire des Staupevirus angesehen. Diese Tiere trifft man immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an. So können sich nicht impfgeschützte Hunde nicht nur durch andere Hunde, sondern auch durch Wildtiere in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren.

Erste Krankheitsanzeichen sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und hohes Fieber. Hinzu kommt eitriger Augenausfluss. Im weiteren Krankheitsverlauf manifestiert sich die Krankheit als Darmform der Staupe (Durchfall und Erbrechen), als Lungenform (Lungenentzündung) oder als sog. Nervöse Staupeform. Bei der Nervösen Staupeform schädigt das Staupevirus das Gehirn. Es kommt zu Verhaltensänderungen, Zittern, Lähmungen und Krampfanfällen. Diese Form endet fast immer tödlich.

Gegen Staupe kann effektiv geimpft werden. Es wird allen Hundebesitzern von dem Veterinäramt des Landkreises angeraten ihre Hunde gegen Staupe impfen zu lassen und diese Impfung regelmäßig zu wiederholen.

Stand: 31.03.2017