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(LKHi 15-04-74) Solange der Mensch jung und gesund ist, stellen Barrieren in der Regel nur Hindernisse dar, die es zu bewältigen gilt. Doch schon nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung können körperliche oder geistige Einschränkungen die Beweglichkeit der Betroffenen erheblich mindern und die Anpassung des Lebensumfeldes erforderlich machen.

Dieses gilt im Besonderen für alte Menschen, bei denen zur Einschränkung der Beweglichkeit auch noch die Sinne für Hör- und Sehvermögen nachlassen. In solchen Fällen in der eigenen Wohnung verbleiben und weiterhin in der vertrauten Nachbarschaft wohnen zu können, ist der Wunsch der meisten Menschen. Zudem steigt die Nachfrage nach bezahlbaren barrierefreien Wohnungen, die Menschen in allen Lebenslagen und bis ins hohe Alter Sicherheit und Komfort bieten.

Mit diesen Themen befasst sich das Netzwerk „Nachhaltiges Wohnen“. „Teilnehmer sind u. a. Akteure der Kommunen, der Wohnwirtschaft, des Handwerks und sozialen Institutionen“, berichtet Manuel Stender, der beim Landkreis für die Strukturplanung der Seniorenarbeit zuständig ist und das Netzwerk koordiniert. Ziel ist es, neben dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch die Thematik in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken und positive Entwicklungen zu fördern „Es ist wichtig, dass sich die Menschen rechtzeitig Gedanken machen, wie sie dauerhaft und sicher wohnen möchten“, ergänzt Antje Rose, Wohnberaterin im Pflegestützpunkt Hildesheim. Dazu dient auch der im Juni veröffentlichte Ratgeber „Komfortabel & barrierefrei wohnen“, der in allen Kommunen des Landkreises kostenfrei ausliegt.

Teilnehmer des Netzwerkes und die Wohnberater besichtigten nun den „Sternen-Park“ in Holle. Der Investor Gerald Sternal informierte über das zukunftsweisende Wohnprojekt. Es besteht aus 20 barrierefreien Bungalows und einer Begegnungsstätte als Zentrum der Parkanlage. Zur Wahl stehen Bungalows mit zwei oder drei Zimmern auf Mietbasis. Die Pflege an Außenanlagen und Wegen wird von einem Hausmeister übernommen. Der gesamte Bereich ist so gestaltet, das bei Bedarf ein Rollator oder Rollstuhl überall einsetzbar ist. „Der jüngste Bewohner ist 57 Jahre, der älteste 101“, berichtet Sternal. Innerhalb kurzer Zeit waren alle Bungalows vermietet, auf der Warteliste stehen 35 Interessenten. Aufgrund des sehr großen Zuspruchs ist die Errichtung eines zweiten Wohnparks geplant.

Interessierte, die sich am Netzwerk „Nachhaltiges Wohnen“ beteiligen möchten, können sich an Manuel Stender, Tel. 05121/ 309 1591, wenden. Auskünfte zur Wohnberatung erteilen Antje Rose, Pflegestützpunkt Hildesheim, Tel. 05121/309 1602 und Sabine Wegener, Pflegestützpunkt Alfeld, Tel. 05181/704 8132. Weitere Informationen sind im Internet unter www.landkreishildesheim.de/Wohnberatung zu finden.

Mitglieder des Netzwerkes „Nachhaltiges Wohnen“ und Wohnberater besichtigten den Sternen-Park in Holle (lps)