Seiteninhalt
Vom 22. bis 25. Mai 2014 fand die Wahl zum Europäischen Parlament das achte Mal statt. Hierzu waren die EU-Bürgerinnen und EU-Bürger aus 28 EU-Mitgliedstaaten für die Europawahl wahlberechtigt. In Deutschland waren rund 62 Millionen Deutsche und weitere Unionsbürgerinnen und -bürger wahlberechtigt.

In Deutschland wurde am Sonntag, den 25. Mai 2014, von 8.00 - 18.00 Uhr gewählt.

Nach dem Vertrag von Lissabon setzt sich das neu gewählte Europäische Parlament aus 751 (anstelle von bislang 766) Abgeordneten zusammen. Nach Artikel 14 Absatz 2 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) hat das Europäische Parlament 750 Sitze zuzüglich Präsidenten.

Um die Gesamtzahl von 751 Sitzen des Europäischen Parlaments einzuhalten, werden 2014 zwölf EU-Mitgliedsstaaten je einen Sitz verlieren. Laut Entschluss des Europäischen Parlaments war diese Maßnahme nach dem Beitritt Kroatiens zur EU erforderlich. Je einen Sitz verlieren Belgien, Bulgarien, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich, Portugal, Rumänien, die Tschechische Republik und Ungarn. Deutschland hatte bislang die meisten Abgeordneten in Straßburg gestellt. Es wird drei Sitze weniger und somit 96 Sitze haben.

Die erste Direktwahl des Europäischen Parlamentes fand im Jahre 1979 statt. Seitdem werden alle fünf Jahre die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in allen EU-Mitgliedstaaten zur gleichen Zeit gewählt. Jedes Land wählt nach seinen eigenen nationalen Wahlrechtsvorschriften. Die Europawahl unterliegt wie andere Wahlen den Wahlrechtsgrundsätzen der allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl und ist eine reine Verhältniswahl nach Listen.In Deutschland werden die Wahlvorschläge in Form von Listen entweder für ein Bundesland ("Landesliste") oder als eine gemeinsame Liste für alle Länder ("Bundesliste") aufgestellt. Aufgestellt werden können diese von Parteien und "sonstigen politischen Vereinigungen". Bei letzteren ist vor allem an übernationale Vereinigungen auf europäischer Ebene gedacht.

Parlamentarisch bislang nicht vertretene Parteien oder "sonstige politische Vereinigungen" müssen eine bestimmte Zahl von Unterstützungsunterschriften für ihren Wahlvorschlag vorlegen. Bei einer Landesliste müssen ein Tausendstel, höchstens jedoch 2000 der Wahlberechtigten des betreffenden Landes, den Wahlvorschlag unterzeichnen, bei Bundeslisten sind die Unterschriften von 4000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern erforderlich.

Die Wählerinnen und Wähler haben bei der Europawahl eine Stimme, die einer der auf dem Stimmzettel aufgeführten Listen gegeben werden kann.