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Arbeitseinsatz in Fort de Malmaison

(LKHi 13-016)  „Für die Verdienste an dem Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Verständigung und der Erhaltung des Friedens …“, so der Text der Anerkennungsurkunde, wurden jetzt neun Reservisten der Reservistenkameradschaft aus Sottrum und zwei aktive Soldaten des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover von Landrat Reiner Wegner ausgezeichnet. Während der Ehrung waren auch Ottmar Strehler, Geschäftsführer des Volksbundes (Bezirksverband Hannover) sowie Jochen Droste (Beauftragter für Reservistenarbeit) anwesend. Zwölf Tage ihrer Freizeit hatten die Reservisten im Juli geopfert, um die Gräber landesgärtnerisch auf der Kriegsgräberstätte des Fort de Malmaison in Frankreich zu pflegen.

   Wegner, selbst Vorsitzender des Kreisverbandes Hildesheim des Volksbundes Deutsche Kreigsgräberfürsorge, ließ sich im Kreishaus über die Details des Arbeitseinsatzes in Malmaison  umfassend informieren. Die Reservistengruppe unter Leitung des Kommandoführers Kurt Grotjahn-Heise hatte sich in diesem Sommer zur Aufgabe gemacht, die Pflegemaßnahmen auf dem Kriegsgräberfriedhofes in Fort de Malmaison durchzuführen. Dabei wurden umfangreiche Pflege- und Reinigungsarbeiten an 725 Grabzeichen durchgeführt, 400 Grabkreuze wurden entrostet und lackiert. Auf dem Soldatenfriedhof haben 11.841 Gefallene des II. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Unterbringung der Reservistengruppe erfolgte in Sissone bei den französischen Streitkräften. Im Rahmen des Weiterbildungs- und Freizeitprogramms wurden unter anderem Reims, Sedan und Verdun besucht.

Landrat Reiner Wegner überreicht eine der Ehrenurkunden an den Kommandoführer der Reservistengruppe Hauptfeldwebel d. R. Kurt Grotjahn-Heise im Kreishaus. (Foto: lps)

 

Zusatzinformtion zur Kriegsgräberstätte Fort-de-Malmaison: 

Insgesamt ruhen auf diesem am 21.08.1965 eingeweihten deutschen Soldatenfriedhof im landschaftlichen Gebiet der Ile de France über 11.841 gefallene Angehörige der ehemaligen deutschen Wehrmacht. Zum Teil waren sie nach dem Frankreich-Feldzug und nach den schweren Kämpfen um die Höhenzüge des Aisne-Tales 1940 bereits 1941 bis 1944 durch den Gräberdienst der Wehrmacht hier bestattet, zum Teil nach 1945 durch den französischen Gräberdienst hierher überführt worden.
Im Sommer 1960 begannen Fachkräfte des Volksbundes mit den Umbettungen von weiteren ca. 6.800 deutschen Gefallenen aus 6 Départements zum Soldatenfriedhof Fort-de-Malmaison.