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Wappenbeschreibung

 
Sarstedt führt in seinem Wappen die Farben Gold und Rot, die Farben des alten Fürstentums Hildesheim, im längs gespaltenen Schilde. Auf alten Wappen ist auch noch die Stadtkrone zu sehen, die an die Stadtrechte erinnern soll.
Das Wappenbild ist ein grünes Kleeblatt - auf den Schild gelegt. Das Kleeblatt könnte ein Symbol der Landwirtschaft sein, die vor der Einführung der Industrie in Sarstedt eine noch bedeutende Rolle spielte. Doch wäre diese Deutung mehr als zweifelhaft. Das Kleeblatt soll wohl Sinnbild und Unterpfand des Glückes von Stadt und Bürgerschaft sein.
Vielleicht haben die zahllosen ausgedehnten Brände in Kriegs– und Friedenszeiten – zuletzt 1798 – und feindlichen Plünderungen und Brandschatzungen die Bürgerschaft bestimmt, ein Zeichen des Glückes auf den Wappenschild zu setzen. Grün ist die natürliche Farbe des Kleeblattes, grün ist aber auch die Farbe des Frühlings und darum auch der Hoffnung und des Gottesvertrauens in schwerer Zeit.

Das Giftener Wappen hält eine Begebenheit aus der Geschichte fest. Der Hildesheimer Fürstbischof Jobst Edmund von Brabeck (1688–1702) legte vor Antritt der Regierung auf Giftener Grund einen Entenfang an. Noch heute ist er vorhanden und gibt Zeugnis von den jagdlichen Passionen des ehemaligen Landsherrn.
An den Entenfang und seinen Gründer erinnert das Wappen. Das Wappen der Brabecks (ausgestorben 1826) war ein schwarzer Schild mit drei goldenen aufrecht stehenden Wolfsangeln. Man nahm ihn 1931 zum Gemeindewappen und setzte darüber im Schildhaupt eine goldene Fläche und mitten darauf – in den Farben der Natur – eine Ente mit ausgebreiteten Schwingen und ausgestrecktem Hals. Sie fliegt nach rechts ... dem Entenfang zu! 
 
Die Balken mahnen, golden und rot: Hüt’ Haus und Hof und Herde. Die Lilie preist mit silbernem Klang, wer in lauterer Treu sich bewährt. Sie singen vereint ein helles Lied auf edeler Helden Mut, die aus Liebe zu Heimat und Vaterland vergossen ihr junges Blut:
Die Wappen zweier im Dorfe ansässiger bürgerlicher Familien sind im Gödringer Gemeindewappen zu einer Einheit zusammengefügt. Der Schild ist längs gehälftet. Die rechte Hälfte bietet das Wappen der Familie Busch, eine silberne Lilie auf blauem Felde. Die linke Seite ist der Familie Giesecke eingeräumt. Auf silbernem Grund ein goldener Querbalken; darüber liegt ein roter Schrägbalken, der nach rechts oben emporsteigt. Geschichtliche und patriotische Gründe waren ausschlaggebend dafür, dass die beiden Gödringer Familienwappen auf das Gemeindeschild aufgenommen wurden. Zwei Sprosse der genannten Familien, Deike Busch und Daniel Giesecke, mussten am 9. Juni 1811 ihre Standhaftigkeit gegenüber der französischen Besatzung mit ihrem jungen Leben büßen. In der Kirche von Gödringen sind ihre Namen mit dem Familienwappen verewigt. 
                     
Im Mittelalter gab es im Dorfe ein Rittergeschlecht, dass sich von Hesitha (Hesithe) nannte. Einer aus diesem Geschlecht mit dem Namen Arnd, war Doktor des Kanonischen Rechtes, war Domherr zu Hildesheim und zugleich Archidiakon von Schmedenstedt. Er führte im Siegel einen Drudenfuß. 1445 siegelte er damit eine Urkunde, die mitsamt dem Siegel im Stadtarchiv in Hannover ruht.
Nach diesem Siegel hat Heisede Siegel und Schild der Gemeinde gestaltet. Der Drudenfuß ist ein fünfeckiger Stern, ein so genanntes Pentagramm. Es besteht zwar aus drei ineinander verschränkten Dreiecken, wird aber in einem Zuge durch fünf Linien vollendet. Bereits im Altertum galt es als geheimnisvolles Zeichen, besonders bei den Pythagoräern und Gnostikern. Unsere germanischen Vorfahren sahen darin ein Schutzzeichen gegen böse Geister und Hexen, Druden oder Schreckgespenster. Die Verschränkung und Verkettung der Figuren in dem Fünfeck sollte wohl allen Unholden, die sich nahten, die Bewegungsfreiheit nehmen und sie in Zauber schlagen. Für Heisede ist das Pentagramm ein Glücks– und Hoffnungsstern, ein Lichtstrahl in schwerer, dunkler Zeit.
                   
Das Wappen von Hotteln: Ein Wappen, das zwei Wünschen gerecht wird, die man bei Auswahl eines Gemeindewappens hegen möchte. Es ist geschichtlich begründet und erinnert doch zugleich an des Landsmanns Arbeit und Ertrag. Es gab bereits im 12. Jahrhundert ein edelfreies Rittergeschlecht 'von Hottenem’ oder 'Hotteln’, das als Vornamen u. a. Albert , Berthold, Heinrich, Reinhold, Simon, Widkind liebt. Noch im 14. Jahrhundert ist es zu erweisen. Von ihm stammen wohl die in Hildesheim und Lauenrode ansässigen 'von Hottenem’, die im 15. Jahrhundert bis in die Ratsstühle der Stadt aufrückten. Einer von ihnen, Cord mit Vornamen, war Vogt des Bischof von Hildesheim und siegelte 1484 einen Schiedsvertrag mit demselben Siegel, das die Gemeinde sich zu eigen gemacht hat.
Er führt als Siegelbild einen Scheffel. Offenbar sollte dieser Schmuck an den Ackerbau erinnern, der auf dem Stammgute heimisch war, an Kornböden und Scheuern, so nach mühevollen Tagen des Säens, Erntens und Dreschens die prallen Säcke mit dem Korn in Reih und Glied standen wie die Landsknechte, bis man in winterlichen Tagen mit Hilfe des Scheffels die goldene Frucht ausmaß. Man wählte die Farben der sprossenden Saat und der reifen Ähren. Darum liegt ein goldener Scheffel auf grünem Plan.
„Das saftige Grün der sprossenden Saat
Verwandelt der Sommer in goldene Mahd;
Doch mehr als ein Scheffel aus goldenem Erz
Gilt ein golden Gemüt und ein edles Herz.“

Die Erinnerungen an seine große geschichtliche Vergangenheit hat Ruthe in seinem Wappen festgehalten. Auf goldenem Hintergrund steigt ein roter, zinnenbewehrter Burgfried empor, vor den sich eine gleichfalls rote, zinnenbekrönte Mauer legt. Zwei blaue Streifen umrahmen rechts und links den Burghof und gehen am Schildfuß ineinander über. Sie stellen Innerste und Leine dar, an deren Zusammenflüsse die Feste einst lag. Diese geschichtliche Bedeutung bringen folgende Verse zum Ausdruck:
„Wo sich an den Stiftes Grenze Innerste und Leine
grüßen, wo sich ihre Wasserfluten still verträumt und
heimlich küssen, stand die stolze Feste Ruthe
trutziglich in alten Zeiten. Burgfried, Mauer, Graben,
Schanze schützen sie nach allen Seiten.“

Im Schliekumer Wappen zeigt sich in dem von Schwarz über Silber geteilten Schilde oben ein Pflug, unten ein gewellter grüner Linksschrägbalken. Der Pflug weist für die blühende Landwirtschaft hin, nach dem alten Spruch:
„Rössing, Jeinsen, Schliekum hat nich einen Glicken.“
Der Fluss versinnbildlicht die Lage des Ortes an der Leine.