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Geschichte

 

Harsum war eines der größten Dörfer im Fürstentum Hildesheim, heißt es schon 1814. Von Bedeutung für die geschichtliche Entwicklung war der einstige große Haupthof, der allerdings nicht den Ausgangspunkt der Siedlung bildete. Er ist erst zur fränkischen Zeit, als der Dorfkern mit dem Thie schon vorhanden war, entstanden. Harsum wird in den ältesten Urkunden als „Hardessem" bezeichnet. Es war in ältesten Zeiten Kammer- oder Tafelgut des Fürstbischofs von Hildesheim, der es als Lehen weitergab.

Bekannt wurden die Harsumer durch die Schlacht bei Dinklar, in der sie an der Seite des Bischofs von Hildesheim in der Stiftsfehde siegreich gegen die Braunschweiger fochten. Als Dank hierfür genossen sie jahrhundertelang das Recht, ihren Pfarrer selbst zu wählen.

 

Wappengeschichte

 

Von der Väter Zeiten raunen Balken rot auf Silbergrunde,
Geben auch von frommem Sinne Edler Menschen laute Kunde.
Zu des Hauses stark` Gerüste Wählten Balken uns're Ahnen.
Schütz' dein Haus, schütz' deine Heimatstatt, Wollen drum die Balken mahnen.
Schau nur, wie die Balken leuchten, Rot wie edles Blut und Feuer.
Feurig liebe drum die Heimat, Die durch Blut und Gut dir teuer.

 

Ein silberner Schild, darauf drei rote Querbalken. Es ist das Wappen der Familie vom Hasenkamp, die ausgestorben ist. Der Hildesheimer Domherr Karl Gottfried von Hasenkamp erbaute in der Nähe der Kirche für sich ein Haus, ließ es samt dem Garten und Vorhof mit einer hohen Mauser umziehen und brachte auch sein Wappen daran an.

Kurz vor seinem Tode 1750 errichtete er das Primissariat zu Harsum und stiftete Haus und Garten dazu. Weil das Wappen noch in Harsum vorhanden ist und zugleich den Namen eines großen Wohltäters der Gemeinde ehrt, hat man dieses Wappen gewählt, das gerade in seiner Einfachheit anspricht. Es mag auch wohl an eine andere Tatsache erinnern. Harsum gehörte seit 1445 dem Domkapitel; dieses übte sogar die peinliche Gerichtsbarkeit im Dorfe aus, und zwar durch einen Domherrn, der "Regent von Harsum" hieß.




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