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Schloss Derneburg

Das Schloss Derneburg und seine Domäne wurde im Jahr 2006 von dem amerikanischen Kunstsammler Andrew Hall gekauft, der hier seine zeitgenössische Kunstsammlung mit Werken von Georg Baselitz unterbringen will. Durch den ehemaligen Landschaftsgarten des Schlosses führt heute der Laves-Kulturfad.

Der ehemalige Herrenhof Derneburg wurde 1143 der Hildesheimer Kirche geschenkt. 70 Jahre später gründeten Augustinerinnen aus Holle hier ein Kloster, das Anfang des 14. Jh. aufgelöst und 1441 an den Reformorden der Zisterzienserinnen übergeben wurde. In den Zeiten der Reformation war Derneburg ein lutherisches Jungfrauenstift, ehe es 1651 wieder in die Hände der Zisterzienser zurück kam. Diese bauten die landwirtschaftlichen Gebäude und unter Abt Arnu wurde zwischen 1735 und 1749 eine neue barocke Klosterkirche errichtet.

Anfang des 19. Jh. wurde das Kloster aufgelöst und fiel nach dem Wiener Kongress von 1814 an das Welfische Königreich. König Georg III. schenkte Derneburg seinem einflussreichen Minister Graf zu Münster, der zusammen mit dem Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves das ehemalige Kloster umbauen ließ und rundherum einen englischen Landschaftsgarten anlegte.