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Sillium

Im Schatten der Burg

Aus dem Besitz der Grafen Wohldenberg entstand Anfang des 14. Jahrhunderts die bischöfliche Domäne in Sillium. Die landwirtschaftliche Domäne blieb über Jahrhunderte im Besitz der Kirche. 1963 stellte der Domänenpächter den 275 ha großen Betrieb zur Aufteilung zur Verfügung. 1965/66 konnten fünf Bauernfamilien in ihre Aussiedlerhöfe auf dem Domänengelände eingewiesen werden. Andere Betriebe wurden mit dem Ackerland der Domäne aufgestockt. Den Rest des Domänengeländes übernahm zunächst die Gemeinde Sillium, die es dem Bankdirektor Busch aus Hildesheim verkaufte, der 1967 die alten Wirtschaftsgebäude abreißen ließ. Der nächste Eigentümer, ein Ziegeleibesitzer aus Sottrum, ließ auf dem Gelände Bauplätze errichten. Heute steht gegenüber des alten Herrenhauses noch die alte Schäferscheune in Sillium, ein großes aus Bruchsteinen erbautes Gebäude, das in den letzten Jahren in seiner Grundsubstanz hervorragend restauriert worden ist.

Die Neubausiedlungen in Sillium wurden 1950 an der Gartenstraße, 1960/66 an der Schulstraße,1972 am Hopfenkamp und 1997 am Holler Ohefeld angelegt. In den letzten Jahren entstand am Ortsrand von Sillium ein wunderschön angelegter Bürgerpark, der mit seinen kleinen Teichen, Brücken und Ruhemöglichkeiten von einem seiner Heimat verbundenen Silliumer Privatbürger gestiftet worden ist.