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Holle

Im Zentrum der Gemeinde

Das an zwei uralten Handelsstraßen von Lüneburg nach Nürnberg und von Hildesheim nach Goslar gelegene Holle besaß schon zu germanischer Zeit eine wichtige Bedeutung, wie Ausgrabungsfunde vom Holler Kirchberg bewiesen haben. Holle wird urkundlich erstmals 1146 erwähnt.  Aus der Familie von Holle stammt der berühmte Berthold von Holle, der erste Sänger aus dieser Gegend, der in deutscher, d.h. höfischer Sprache dichtete und um 1260 die Dichtung "Crane" (Kranich) schuf, in der er die ritterlichen Tugenden der Liebe und Treue und die Abenteuer in fernen Ländern besingt.

Der ursprünglich ländliche Charakter von Holle änderte sich nach dem 2. Weltkrieg nachhaltig. Viele alte Fachwerkhäuser verloren durch Modernisierungsmaßnahmen ihren alten ländlichen Charakter, den man heute durch Denkmalschutzauflagen und Umbauten wieder herzustellen versucht. Zwischen 1950 und 1980 entstanden in Holle große Baugebiete zwischen dem alten Dorf und der Schule, die auch heute noch erweitert werden. Auch der Autobahnbau von 1958 bis 1960 mit dem Zubringer nach Salzgitter/Braunschweig brachte wesentliche Veränderungen mit sich.

1960 begann der Ausbau des Kiesgrubengeländes am Mohldberg zu einem großen Sportzentrum und im August 1963 wurde die Einweihung gefeiert. Anfang der 70er Jahre wurde eine 400 Meter Bahn erstellt und im Mai 1975 das neue Sportheim eingeweiht. Heute wird das Sportzentrum von dem Sportverein TuS Holle-Grasdorf getragen.

Die Geschichte der Gemeinde Holle kann in dem 1982 eröffneten Heimatmuseum, einem der ältesten und schönsten Häuser in Holle, anschaulich verfolgt werden. Die Ortschaft Holle ist mit dem Rathaus das große Geschäftszentrum im Gemeindegebiet, in dem von Arztpraxen über Supermärkte, Fachgeschäfte, Hotels und Gaststätten bis hin zur Post und verschiedenen Banken alle Einrichtungen vorhanden sind. Die Landwirtschaft ist nur noch mit wenigen Höfen vertreten.